2. HTG-Workshop „Die Junge HTG - Perspektiven im Wasserbau“ am 25.11.2008 in Darmstadt

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Es ist die Faszination für das Element Wasser, die alle Anwesenden verbindet. Beim zweiten Workshop der Jungen HTG trafen sich am 25.11.2008 etwa 100 Studenten und 50 erfahrene HTG-Mitglieder, um über Berufsbilder und Perspektiven im Wasserbau zu diskutieren. Einzeln und in Gruppen, manche in eigens gecharterten Bussen reisten sie dazu aus der ganzen Republik in die Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Eröffnet wurde der Workshop von der Vorsitzenden der Jungen HTG, Eva Heesen. Sie betonte, dass die Junge HTG die Interessenvertretung der Nachwuchsmitglieder ist. Mit praxisnahen Aktionen wie Workshops und Exkursionen bietet die Junge HTG Orientierung, Kontakte und praktische Hilfe auf dem Weg in das Berufsleben. Klar und deutlich stellte Eva Heesen heraus, dass die Vorträge dieser Veranstaltung der Berufsorientierung dienen, aber gerade die Pausen von den Studenten selbst zum Erfahrungsaustausch mit den „alten Hasen“ aktiv genutzt werden sollen.
Interessante Blicke hinter die Kulissen des Berufsalltages bot gleich zu Beginn die Podiumsdiskussion über unterschiedliche Berufsfelder im Wasserbau unter der Leitung von Herrn Dr. Tworuschka, HOCHTIEF AG. Das Podium bildete einen interessanten Mix aus jungen und erfahrenen Ingenieuren verschiedenster Arbeitsfelder. So berichtete Frau Habermann von ihrer interdisziplinären wissenschaftlichen Arbeit an der Bundesanstalt für Gewässerkunde. Herr Eckelmann von der F+Z Baugesellschaft mbH fesselte die Studenten mit seinen anschaulich erläuterten Erfahrungen als Bauleiter beim Bau eines Offshore-Windparks vor Dänemark. Von der Ausschreibung über die Bauoberleitung bis zur Fertigstellung von Kaimauerbauprojekten im Hamburger Hafen – über seine Leitungsaufgaben in der Hamburg Port Authority berichtete Herr Marquard. Den Aufgabenbereich eines Projektleiters aus der Sicht des Bauherrn stellt Herr Mante (ReGe Hamburg Projekt-Realisierungsgesellschaft mbH) vor. Herr Schmidt weckte das Fernweh der Studenten mit seinen Ausführungen zu internationalen Projekten der Firma INROS LACKNER AG.
In der lebhaften Diskussion berichteten die Podiumsteilnehmer über ihre Einschätzung zu Auslandserfahrungen, ihren Berufseinstieg in Form von Praktika, Diplomarbeiten o.ä. sowie über ihre Erinnerungen an den ersten Arbeitstag. Daneben gaben sie einen Einblick in ihren jetzigen Berufsalltag. Mit vielen wertvollen Tipps wurde das Bild eines erfolgreichen Berufseinstiegs gezeichnet. Alle Podiumsteilnehmer waren sich jedoch darin einig, dass dieses umrahmt werden muss von den individuellen beruflichen wie persönliche Interessen des Studenten, so dass dieser stets Freude an der Arbeit hat und die Zufriedenheit nie verliert.
Die Mittagspause nutzten zahlreiche Studenten für Gespräche mit erfahrenen HTG-Mitgliedern über den Berufsalltag und anstehende Projekte verschiedener Firmen. Die Gunst der Stunde wurde aber auch genutzt, um bei guten Essen in ungezwungener Atmosphäre ganz konkret über Praktika, Diplomarbeiten und sogar über mögliche Einstellungen zu sprechen.
Herr Stenglein, Vize-Präsident der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest, leitete anschließend durch den ersten Vortragsblock. Am Beispiel des Umbaus der Neckar-Schleuse Untertürkheim stellten die verschiedenen Projektbeteiligten – der Bauherr, der Gutachter, der Planer und der Bauausführende – ihre Aufgaben und ihre Ansichten bei solch einem komplexen und anspruchsvollem Projekt vor. Den Zuhörern wurde so der spannende Umbau mit all seinen Facetten vor Augen geführt. Dabei wurde deutlich, dass neben den fachlichen Fähigkeiten eine gute Kommunikation zwischen den Beteiligten entscheidend für den Projekterfolg ist.
In direkten Anschluss verlieh Herr Prof. Dr. Zanke den mit insgesamt 5.000 € dotierten Friedrich-Böcklin-Preis an Dr.-Ing. Juan Recio, Dr.-Ing. Stefan Cantré, Dipl.-Geogr. Tobias Dolch und Dr.-Ing. Heiko Spekker im Namen der Stiftung Deutscher Küstenschutz. Aufgrund ihres beruflichen Engagements waren viele der seit kurzem im Beruf befindlichen Preisträger verhindert, so dass Herr Dr.-Ing. Heiko Spekker als einziger die Ehrung für seine wissenschaftliche Arbeit persönlich entgegennehmen konnte.
Nach einer kurzen Kaffeepause startete der zweite Vortragsblock unter der Leitung von Matthias von dem Bussche (HPA). Unter dem Titel „Die etwas andere Perspektive – außergewöhnliche Projekte“ bot er einige ganz besondere Horizonterweiterungen: Herrn Dr. Rulands (IMS Ingenieurgesellschaft mbH) anschauliche Darstellung der Planung der Forschungsstation Neumeyer III in der Arktis ließ erkennen, wie spannend die Palette der technischen Herausforderungen ist, wenn die Natur einem Projekt einmal ganz andere Rahmenbedingungen setzt. Auch die Gutachter-Tätigkeiten beim Bau des weltgrößten Schiffshebewerks am Dreischluchtendamm am Jangtse in China, über die Herr Kunz (Bundesanstalt für Wasserbau) berichtete, forderten ungewöhnliche Lösungen und Flexibilität bei Technik und Kommunikation. Die Begeisterung für den Beruf des Ingenieurs wurde noch weiter angefacht durch den letzten Vortrag des Tages. Darin stellte Herr Martini (Josef Möbius Bau-Aktiengesellschaft) anhand zahlreicher Beispiele die Vielfalt und die Gestaltungsmöglichkeiten dar, die dieser Beruf mit sich bringt und führte erneut den Erfindungsreichtum von Bauunternehmen vor Augen.
Zum Abschluss überbrachte Herrn Pröpping (HPA) den Teilnehmern und der Jungen HTG die Grüße des Gesamtvorstandes der HTG und sprach seinen Dank an alle Anwesenden aus.
Das Fazit des gelungenen Tages: Generationsübergreifende, hoch spannende Einblicke in ein sich stetig wandelndes Berufsfeld, dazu konkrete Kontakte, aus denen sich sicher mancher eine Brücke in das Berufsleben bauen wird und eine große Portion Begeisterung für den faszinierenden Beruf des „Wasserbauers“.
Aufgrund des großen Erfolges, der großen Nachfrage und der vielen positiven Rückmeldungen soll der Workshop der Jungen HTG in Zukunft im Zwei-Jahres-Rhythmus, abwechselnd mit dem Kongress, stattfinden.
Die Junge HTG bedankt sich sehr herzlich bei der Inros Lackner AG, Schömig-Plan Ingenieurgesellschaft mbH, IMS Ingenieurgesellschaft mbH, Krebs und Kiefer Beratende Ingenieure für das Bauwesen GmbH, Brewaba Wasserbaugesellschaft Bremen mbH, Heinrich Hirdes GmbH, iwb Ingenieurgesellschaft, Knabe Beratende Ingenieure GmbH, Josef Möbius Bau-Aktiengesellschaft, Stiftung Deutscher Küstenschutz, Hamburg Port Authority AöR und der Hochtief Construction AG für die Spenden, die diesen Workshop mitfinanziert haben.
Hier geht es zum damaligen Programm ...  Bilder



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